Aktuelle Einblicke aus der Energiewirtschaft, Erklärungen zu unseren Methoden und Praxisberichte.
2025 kostet ein Gewerbekunde mit PV-Anlage den Stromvertrieb rund 2,3 ct/kWh mehr als ein vergleichbarer Kunde ohne PV. In zwei Jahren hat sich dieser Abstand mehr als verdoppelt – und mit dem Smart-Meter-Rollout schlägt er finanziell direkt beim Vertrieb durch.
Der Smart-Meter-Rollout steht in Deutschland bei 5,5 %, d. h. 94,5 % der Haushalte werden weiterhin mit Standardlastprofil (SLP) bilanziert. Einige dieser Haushalte haben PV-Anlagen auf dem Dach – die resultierende Einspeisung erschwert die Bilanzierung.
Für die Bilanzierung von Stromkunden ohne Smart-Meter werden Lastprofile verwendet. Historisch haben Standardlastprofile wie das H0-Profil des BDEW sehr gut funktioniert – durch die Veränderungen auf der Kundenseite wird das zunehmend ungenauer.
In Österreich und Deutschland haben bereits 10–15 % der Haushalte eine PV-Anlage und/oder eine Wärmepumpe, Tendenz stark steigend. Das führt zu einer fundamentalen Veränderung der Last- und Erzeugungsstruktur.
Prosumer sind bereits heute ein relevanter Teil jedes Stadtwerk-Portfolios. Rund 4,8 Millionen Haushalte in Deutschland haben eine PV-Anlage, gut 1,9 Millionen eine Wärmepumpe – beide Technologien haben sich in fünf Jahren mehr als verdoppelt.
Die Bedeutung von Kunden-Stammdaten in Netzbetrieb und -planung wird zukünftig stark zunehmen. Transparenz über die im Netz angeschlossenen Anlagen ist entscheidend für die Steuerung nach §14a EnWG und die Prognose der zukünftigen Versorgungsaufgabe.